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Das LSI-Japonicum

Das LSI-Japonicum kann seit seiner Gründung im Jahr 1981 auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, geprägt nicht zuletzt von den Persönlichkeiten der jeweiligen Institutsleiterinnen und Institutsleitern sowie den japanbezogenen wirtschaftlichen Aufs und Abs der letzten 30 Jahre und der damit einhergehenden unterschiedlichen Intensität der Nachfrage nach Japanischkursen in der deutschsprachigen Wirtschaft.  

Die erste Entwicklungsphase des LSI-Japonicums 1981-1086 unter Kai Genenz, später Professor an der Universität Hamburg und dem SOS der Universität Bonn, stand ganz unter dem Zeichen des Aufbaus eines kompletten Kurssystems, von der Grundstufe bis zur Mittelstufe, und der Erstellung der entsprechenden Unterrichtsmaterialien, quasi aus dem Nichts. Dies erfolgte im Wesentlichen durch die Adaption von in Japan im Bereich Japanisch als Fremdsprache (JaF) an der Sophia-Universität, Tokyo, entwickelten, eher konventionellen Lehrmaterialien nach der pattern-drill-Methode der 1970er Jahre (die Alfonso-Schule).  

Seine erste fremdsprachendidaktische Blüte erlebte das Japonicum dann unter Rudolf Schulte-Pelkum, Institutsleiter von 1986-2004. In dieser Zeit erhielt das Japonicum das Gesicht, unter dem es auch heute noch in der deutschsprachigen Japanologie bekannt ist, mit der Adaption und Integration von Techniken verschiedener moderner fremdsprachendidaktischer Methoden wie z.B. TPR, verbotonaler Methode und Suggestopädie und entsprechender intensiver Weiter- und Zusatzausbildung für das Dozententeam. Höhepunkt dieser Phase war die Entwicklung eines völlig neuen Kurs- und Lehrmaterialkonzepts für den Grundkurs, das bei Ausscheiden von Rudolf Schulte-Pelkum aus dem aktiven Dienst unmittelbar vor dem Abschluss stand.  

Die dritte Entwicklungsphase des LSI-Japonicums 2004-2012 unter Monika Unkel, z.Zt. Juniorprofessorin an der Universität Köln, war im Wesentlichen geprägt durch die Drucklegung des Lehrmaterials zum neuen Grundkurs und die Konsolidierung der Kursdurchführung im regulären Kursprogramm, nicht zuletzt auch durch den Bezug der neuen Räumlichkeiten im neuen Gebäudekomplex des LSI in der Laerholzstraße im Jahre 2007, mit allen daraus sich ergebenden technischen und gestalterischen Möglichkeiten.  

Derzeit befindet sich das LSI-Japonicum erneut in einer spannenden Umbauphase, mit einer gezielten Erweiterung des Kursangebots u.a. mit der Einführung des neuen Kursformats 2+2 Wochen für die Grundkursstufe, einer kompletten Neukonzipierung der Aufbaustufe, sowie parallel dazu der Entwicklung einer Online-Plattform als ergänzendem Angebot parallel zu den traditionellen Präsenzkursen. In methodischer Hinsicht erfolgt dabei gleichzeitig eine bewusste Rückbesinnung auf die fremdsprachendidaktischen Errungenschaften der Ära Schulte-Pelkum und die Neuformung eines methodisch homogenen Dozententeams unter Einbindung auch der Honorardozentinnen und -dozenten.  

So erwartet Sie am Japonicum ein sowohl fremdsprachendidaktisch als auch interkulturell gut ausgebildetes und kompetentes Team von deutschen und japanischen Dozentinnen und Dozenten. Sie als Lerner stehen bei uns im Mittelpunkt, und für sein gesamtes Kursangebot sieht sich das Japonicum – entsprechend der LSI-Gesamtphilophie – dem übergeordneten Ziel verpflichtet, auf wissenschaftlicher Grundlage in möglichst kurzer Zeit praxistaugliche Kommunikationsfähigkeit zu vermitteln. Garanten zur Erreichung dieser Zielsetzung sind die kleinen Lernergruppen von i.d.Regel maximal 8 Personen, unsere durchweg institutseigenen Lehrmaterialien, sowie grundlegend unser methodisches Konzept des ganzheitlichen Lehrens und Lernens, bei dem – in individueller und gruppendynamischer Differenzierung – gezielt sowohl kognitive als auch emotionale und intuitive Fähigkeiten angesprochen werden.  

So erfolgt die Vermittlung und Präsentation von sprachlichen Inhalten sowie die Aufarbeitung im individuellen Lernprozess am Japonicum systematisch in einer wohlkalkulierten Kombination aus auditiven, visuellen und kinästhetischen Elementen, und die gemeinsame Lernarbeit ist über weite Strecken geprägt von der japanischsprachigen direkten Kommunikation innerhalb der Lernergruppe bzw. von realitätsnahen Simulationen konkreter Kommunikationssituationen mit Japanern in Japan oder in Deutschland. In gruppendynamischer Hinsicht erwartet Sie bei uns eine stets abwechslungsreiche, aufgelockerte Unterrichtsatmosphäre, bei der regelmäßig auch Singen, Tanzen, Lachen und Spielen ihren Platz im Tagesablauf haben, mit Kommunikation überwiegend in der offenen Sitzrunde sowie – als besonderem Markenzeichen – Agieren im Kurs unter einem zu Kursbeginn selbstgewählten japanischen Namens-Pseudonym. Am Japonicum können Sie „am eigenen Leib“ erfahren, dass ein Höchstmaß an Effizienz beim Sprachenlernen in keiner Weise gleichzusetzen ist mit sturer Paukerei und monotonem Training.  

Mit diesem Unterrichtskonzept ist das LSI-Japonicum im Laufe der letzten 20-30 Jahre für ganz Deutschland zur zentralen Anlaufstelle für die sprachliche und interkulturelle Vorbereitung auf Japan geworden. Die Erfüllung der mit diesem Ruf verbundenen Pflicht, d.h. konkret die maximale Förderung jeder Teilnehmerin/jedes Teilnehmers ganz nach individuellen Zielsetzungen und Bedürfnissen, ist uns in der täglichen Unterrichtspraxis immer wieder aufs Neue eine große Herausforderung.