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Mit dem Daruma über Japan lernen

23.03.2015 ::: Karl-Heinz Meid, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Köln, hat einen Vortrag über die japanische Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft gehalten.


Foto: Ryusuke Komori (shutterstock)


Auf dem Seminartisch steht eine rundliche, bunt bemalte Puppe. Fast liebevoll präsentiert Karl-Heinz Meid in seinem Vortrag „Faszination Japan – Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft. Einblicke eines Insiders“ den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern den fast 40 Zentimeter großen Daruma. Und ganz nebenbei erläutert er die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Japan und Deutschland. Karl-Heinz Meid ist Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Köln und ist einer von drei Referenten, die am LSI im Rahmen des Seminars „Landeskundliche und interkulturelle Vorbereitung Japan“ (LIV) über die japanische Kultur referieren.

Die Daruma-Puppe ist in Japan ein Glücksbringer. Die Figur wird zumeist aus Pappmaché hergestellt. Kopf und Rumpf bilden ein Oval, das ohne Gliedmaßen wie ein Stehaufmännchen mit einem Gewicht beschwert wird. Egal, wie oft man sie zu Boden drückt, die Figur richtet sich immer wieder auf. Ihre Gestalt geht auf den in Sitzmeditation (zazen) versunkenen buddhistischen Mönch Bodhidharma, der während des 5. und 6. Jahrhunderts gelebt hat, zurück. Der Körper ist meist rot lackiert, manchmal finden sich die Schriftzeichen für Glück und Erfolg unterhalb des Gesichts, die Augenhöhlen sind anfangs unausgefüllt und weiß. Hat man einen Wunsch, malt man in der Regel zuerst das linke Auge aus und wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, füllt  man die rechte Augenhöhle. Dieser Prozess entspricht dem sogenannten „Öffnen der Augen“ (kaimoku), einem Ideal aus dem Buddhismus. Anschließend wird die Figur – zumeist an Neujahr – verbrannt.

Diese Tradition wird auch gepflegt, wenn es darum geht, die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre in Japan zu überwinden. Lange Zeit haben japanische Firmen die Daruma-Figur mit dem Wunsch auf ein baldiges Krisenende mit linksseitiger Augenfüllung im Unternehmen aufgestellt. „Dass nun vielerorts beide Augenhöhlen schwarz ausgemalt sind, ist ein gutes Zeichen“, sagt Meid. „Mit der japanischen Wirtschaft geht es augenscheinlich bergauf!“

Über das LIV Japanisch: Das zweitägige LIV-Seminar behandelt interkulturelle Aspekte des japanischen Kommunikationsverhaltens und vermittelt unterschiedliche Aspekte der japanischen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Neben den regulären Kursterminen findet der LIV-Kurs auch auf Anfrage statt. Kombiniert mit einem Basisprachkurs  gibt es dieses Seminar auch in Form des einwöchigen Kursangebotes Japanisch Jetzt!.

 


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