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Lasse Patz - Arabisch 2

„Man kommt viel schneller und besser voran, wenn man sich den ganzen Tag mit einer Sprache beschäftigt.“


Foto: Karin Pyc

Lasse Patz (28) macht seinen zweiten Master in „Philosophy, Politics & Economics“ an der Universität Witten/Herdecke. Neben seinem Studium arbeitet er als Referent für die NGO Care International und engagiert sich ehrenamtlich für benachteiligte Jugendliche beim Bildungsfestival. Am LSI hat er den Einsteigerkurs Arabisch 1 bereits absolviert. Derzeit vertieft er seine Sprachkenntnisse im Kurs Arabisch 2.

 

Warum lernen Sie Arabisch?

Zum einen arbeite ich viel mit arabischsprachigen Jugendlichen zusammen. Sowohl ehrenamtlich als auch bei meiner Arbeit für Care International. Dort kann ich die Sprachkenntnisse gut gebrauchen, weil Sprache einen ganz anderen Zugang zu Personen eröffnet. Dazu kommt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, später beruflich mit der arabischsprachigen Gesellschaft in Deutschland zu arbeiten.

 

Arabisch 1 haben Sie bereits absolviert. Was ist der Unterschied zu Arabisch 2?

Nach Arabisch 1 konnte ich wirklich nur die Grundlagen. Dazu gehören die Schrift und sprachliche Basics. Ich konnte mich vorstellen, jemanden hereinbitten, einen Tee anbieten und solche Dinge eben. Wirklich unterhalten konnte ich mich allerdings nicht. Im Kurs Arabisch 2 habe ich das Gefühl, dass ich jetzt wirklich reinkomme in die Sprache. Wir lernen nämlich viel alltagstauglichere Sätze und Verben, so dass ein Gespräch jetzt eher möglich ist. Warum haben Sie sich für einen Intensivkurs entschieden? Ich glaube, man kommt viel schneller und besser voran, wenn man sich den ganzen Tag mit einer fremden Sprache beschäftigt. Außerdem hat der Unterricht am LSI einen sehr hohen Anspruch – das habe ich mir von einem Sprachkurs gewünscht.

 

Was ist das Besondere an der arabischen Sprache und Kultur?

Ich finde es spannend, wie weich man mit der arabischen Sprache umgeht. Man kann eine Sache unterschiedlich ausdrücken oder aussprechen und man versteht es trotzdem. Es gibt weniger pedantische Regeln als im Deutschen. Ein Beispiel sind die grammatischen Endungen. Man kann sie benutzen, man kann sie aber auch weglassen. Eine interessante kulturelle Besonderheit, die im Alltag zu Missverständnissen führen kann, ist die Art und Weise, wie man mit Angeboten und Höflichkeiten umgeht. Wenn einem zum Beispiel eine Tasse Tee angeboten wird, ist es üblich, das Angebot zunächst abzulehnen - auch, wenn man den Tee gerne haben möchte. Damit zeigt man dem Gastgeber, dass er sich keine Umstände machen muss. Erst bei der dritten Nachfrage sollte man die Einladung annehmen.

 

Wie lernen Sie jetzt weiter?

Ich werde versuchen, die Sprachkenntnisse in meinem Alltag anzuwenden. Ich habe zwei syrische Kollegen, mit denen ich mein Arabisch künftig erproben kann. Ich plane aber auch,  an der Uni einen Sprachkurs zu belegen. Dort will ich mein Arabisch regelmäßig anwenden und vertiefen.  

 


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