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Leopold Rimmele und Panagiotis Kampranis - Arabisch 3

"Deutsche Ingenieure sind im arabischen Raum sehr gefragt."


Leopold Rimmele (24) studiert an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar. Gemeinsam mit Panagiotis Kampranis (25), der Maschinenbau an der Technischen Hochschule OWL studiert, besucht er den Kurs Arabisch 3 am LSI. Dass der logische Aufbau des Arabischen ihrem naturwissenschaftlichen Denken entgegenkommt und welche Karrierevorteile Arabischkenntnisse bieten, erzählen die beiden angehenden Ingenieure im Interview.

Wie haben Sie den Weg zum Arabischen und ans LSI gefunden?

PK: Ich bin mit Deutsch und Griechisch zweisprachig aufgewachsen, habe mich auf der Schule aber eher für Technik und Mathematik als für Fremdsprachen interessiert. Während meines Studiums hat sich der Blick erweitert und ich habe mir überlegt, wie ich mich insgesamt breiter aufstellen kann. Eine zusätzliche Fremdsprache neben Englisch schien mir eine sinnvolle Ergänzung zu sein. 

LR: Bei mir war es vor allem das Interesse an Weltpolitik. Während meines Abiturs habe ich mich intensiv mit dem Nahostkonflikt beschäftigt und dabei erkannt, dass die arabische Welt deutlich mehr zu bieten hat. An der Uni hatte ich dann eine Art Tandem-Partner, der als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Ich habe ihm geholfen Deutsch zu lernen, dafür hat er mir das arabische Alphabet beigebracht. Irgendwann war dann der Wunsch da, die Sprache strukturiert zu lernen und so bin ich ans LSI gekommen

PK: Mir war immer klar, dass ich später gerne im Ausland arbeiten würde. Und so habe ich mich für das „exotische“ Arabisch entschieden. Deutsche Ingenieure sind im arabischen Raum sehr gefragt, wir exportieren viel in diese Länder. Ich könnte mir vorstellen später im Projektmanagement zu arbeiten, dort zum Beispiel technische Anlagen in Betrieb zu nehmen. Da war der Gedanke Arabisch zu lernen naheliegend.

Haben Sie in diesem Zusammenhang konkrete Projekte recherchiert?

PK: Ja, zum Beispiel wurde das komplette Eisenbahnnetz für den Personen- und Güterverkehr in Katar von der Deutschen Bahn aufgebaut. Die riesige Uhr auf den Abraj Al-Bait Towers in Mekka wurde von einer deutschen Firma konstruiert. Ich denke, dass wir in den nächsten Jahren noch mehr solche Projekte sehen werden. Ich habe dann beschlossen Arabisch ernsthaft zu lernen und mir zunächst im Selbststudium die Schrift beigebracht. Arabischkurse gab es bei uns an der Hochschule nicht. Das Sprechen lässt sich alleine nicht so gut trainieren, deshalb habe ich mich zusätzlich für einen VHS-Kurs angemeldet. Eine Stunde Unterricht in der Woche war mir aber zu wenig und so bin auf das LSI mit seinem Intensivkursformat gestoßen. Ausschlaggebend war ein Artikel, in dem die Journalistin sehr treffend beschrieben hat, was am LSI gemacht wird und wie schnell man hier Lernfortschritte erzielt.

LR: Bei mir war es ganz ähnlich. Die Aussicht in nur vier Ferienkursen, d.h. mit einem Arbeitsaufwand von insgesamt 8 Wochen, eine Sprache wie das Arabische auf gutem Niveau zu beherrschen, fand ich optimal.

Wie sieht Ihr weiterer Weg aus? Werden Sie Arabisch 4 machen?

LR: Ja, definitiv.

PK: Auf jeden Fall. Ich habe schon angefangen mich bei verschiedenen Firmen zu bewerben, auch mit dem Hinweis auf meine Arabischkenntnisse im Lebenslauf. Für mich ist klar: ich will mich international aufstellen. Wenn die Resonanz der Firmen positiv ist, könnte ich mir gut vorstellen auch die Kurse für Fortgeschrittene zu besuchen.

Außerhalb des regulären Kursprogramms bietet das LSI spezielle Themenkurse an. Gäbe es ein spezifisches Vokabular oder Themengebiet, das für Sie von Interesse wäre?

LR: Politik und Medien sind generell ein spannendes Thema für mich. Was die technischen Fachbegriffe angeht, kommt man in beruflichen Situationen sicher gut mit dem Englischen zurecht. Ich sehe das Arabische eher als einen Bonus, der mir im Ausland hilft sozial zu interagieren.

PK: Die Menschen begegnen einem ja auch anders, wenn sie merken, dass man ihre Sprache spricht. Es wird einfach anders mit einem umgegangen und man gewinnt leichter das Vertrauen der Leute. Auch umgekehrt übrigens. Eine arabische Firma, die mit einer deutschen Firma ins Geschäft kommen möchte, bewertet es sicher positiv, wenn dort jemand ist, der Arabisch spricht und versteht.

Sie kommen beide aus einem technisch-mathematischen Hintergrund. Stellt sie das Lernen einer Sprache vor andere Herausforderungen, als Sie es aus dem Studium gewohnt sind?

LR: Es ist definitiv etwas Anderes, aber ich empfinde es als einen angenehmen Ausgleich. Wenn ich den ganzen Tag in der Uni sitze und rechne, kann ich am Abend trotzdem noch Vokabeln lernen. Ich könnte auch nicht sagen, was leichter oder schwerer ist. Allerdings habe ich gemerkt, dass der Schwierigkeitsgrad am LSI relativ hoch ist, einfach weil so viele ambitionierte Teilnehmer hier herkommen.

PK: In unserem Kurs sitzen auch Linguisten, die gehen anders an den Lernprozess ran. Andererseits ist das Arabische eine sehr logische und strukturierte Sprache. Die Vorgehensweise aus dem technischen Studium, sich Dinge herzuleiten, das kann man schon vergleichen.

Wo Sie die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwähnen...wie ist die Lernatmosphäre?

LR: Man ist ja sonst im Studium nur unter Ingenieuren, wir haben dort leider oft nur studienspezifische Interessen und Themen zu bereden. Im LSI dagegen trifft man auf ganz verschiedene Leute - Politologen, Linguisten, Juristen und Mediziner. Das gefällt mir sehr gut.

Haben Sie einen Tipp für angehende Arabisch-Lernende? Gibt es Anfängerfehler, die man vermeiden kann...oder muss jeder seinen eigenen Weg finden?

LR: Eigentlich ja. Am Besten direkt zum LSI kommen (lacht)...

PK: ...und nicht von der Schrift abschrecken lassen. 

LR: Die lernt man in zwei oder drei Tagen. Wir treffen manchmal in der Pause Leute aus den asiatischen Gruppen, die hören nie auf ihre Zeichen zu lernen.

PK: Da haben wir es leichter. Am dritten Tag kann man schreiben. 

 


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