China-Kompetenz für Studierende

Das Projekt China-Kompetenz für die Stipendiat*innen der Begabtenförderungswerke ist gestartet. Das Sinicum des LSI steuert die Sprachausbildung bei.

Ein Auslandssemester in China verbringen, vielleicht sogar an einer chinesischen Universität promovieren? Solche Überlegungen sind vielen Studierenden in Deutschland immer noch fremd. Dabei würden die meisten zustimmen: Ein Studienaufenthalt im Ausland bietet vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und macht sich darüber hinaus gut im Lebenslauf. Trotz insgesamt sinkender Zahlen planen (bzw. planten vor Corona) noch immer viele Studierende zumindest ein Auslandsemester während ihres Studiums ein. Gefragt sind vor allem europäische bzw. englischsprachige Länder. Kultur und Sprache sind dort relativ leicht zugänglich, das gesellschaftliche Klima in der Regel freundlich. China? Haben die wenigstens auf dem Wunschzettel.

Das zu ändern hat sich das Projekt Chin-Kobe der dreizehn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Begabtenförderungswerke zum Ziel gemacht. In sieben Modulen lernen die teilnehmenden Stipendiat*innen die Sprache und Kultur Chinas kennen, zunächst in Kursen in Deutschland, später dann bei Sprach- und Studienaufenthalten in China selbst. Die Sprachausbildung übernimmt das LSI mit den bewährten Chinesischkursen seines Sinicums. Die ganztägigen Intensivkurse dauern jeweils zwei Wochen, in denen die Teilnehmenden von morgens bis abends die chinesische Sprache lernen, trainieren und anwenden. Nur so ergeben sich die schnellen Lernfortschritte, die nötig sind, damit sie sich später in China zurechtfinden.

Arvid Kempf von der Hans-Böckler-Stiftung betreut CHIN-KoBe in Zusammenarbeit mit der Stiftung der deutschen Wirtschaft. Mit ihm haben wir über das Projekt, die beiderseitigen Vorteile deutsch-chinesischer Hochschulkontakte und über die aktuelle Situation in China gesprochen.

Zum Interview