Ein Wiedersehen im Weltall

LSI-Direktor Abraham van Veen begrüßt ESA-Astronaut Matthias Maurer im Rahmen des In-Flight-Calls mit der ISS.

Ein Wiedersehen mit Matthias Maurer gab es am Mittwoch den 24.11. im Planetarium Bochum im Rahmen des In-Flights-Calls mit der ISS. Abraham van Veen, Direktor des LSI, leitete als Moderator durch die Veranstaltung, die das Planetarium gemeinsam mit ESERO Germany, der Fakultät für Geowissenschaften der RUB und dem Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum möglich gemacht hatte.

Mehr als eine Stunde fieberten die rund zweihundert anwesenden Schülerinnen und Schüler dem großen Moment entgegen. Um 15.05 Uhr MEZ dann die erlösende Nachricht von der NASA: Link established! In der riesigen Kuppel des Bochumer Planetariums erschien ESA-Astronaut Matthias Maurer, seit dem 11. November an Bord der internationalen Raumstation, frei schwebend in der Schwerelosigkeit im Columbus-Modul der ISS.

Sein Weg ins Weltall war, nicht nur im wörtlichen Sinn, weit. Die rund 400 Höhenkilometer zum Einsatzort stellten dabei, trotz mehrfacher Startverzögerung, das kleinste Hindernis dar. Bevor der promovierte Materialwissenschaftler als Teil der SpaceX Crew-3 ins Weltall aufbrechen konnte, musste er zunächst das mehrjährige, anspruchsvolle Astronautentraining der europäischen Weltraumorganisation ESA durchlaufen, zu dem auch intensiver Russischunterricht am LSI gehört. Mehrere Male ist Matthias Maurer deshalb in den vergangenen Jahren zu längeren Ausbildungseinheiten in Bochum gewesen, um seinem Russisch den perfekten Schliff zu geben.

Begrüßung auf Russisch

Dass er die Sprache mittlerweile problemlos beherrscht, wurde in der kurzen Begrüßung durch Moderator van Veen deutlich:

Привет от ЛСИ, Маттиас! Как дела? (Hallo aus dem LSI, Matthias! Wie geht’s?)
Всё хорошо. И привет тоже! (Mir geht’s gut. Und auch „Hallo!“)

Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler vor Ort und, per Video zugeschaltet, aus Irland und Tschechien, Gelegenheit dem Astronauten ihre Fragen zu stellen. Welche spannenden Antworten Matthias Maurer gegeben hat, warum Beton sein liebster Werkstoff ist, welche Pflanzen an Bord der ISS besonders gut wachsen und was es sonst noch zu sehen gab, darüber hat der WDR einen sehenswerten Beitrag gedreht.

Übrigens: Die Russischkurse des LSI richten sich nicht nur an (angehende) Astronautinnen und Astronauten. Wer Russisch lernen möchte, egal ob aus beruflichen Gründen oder aus privatem Interesse, der ist in unseren Russisch Intensivkursen oder den berufs- und studienbegleitenden Online-Abendkursen bestens aufgehoben.